Weiterführende Schulen in Drensteinfurt
Presseerklärung der CDU-Fraktion zu Weiterführende Schulen in Drensteinfurt
Hier:
Erweiterung um ein gymnasiales Schulangebot
Stillstand ist Rückstand, darum sind Überlegungen zur Verbesserung des Schulangebotes in Drensteinfurt für alle drei Ortsteile immer aktuell. Das von der Stadt Drensteinfurt schon im Sommer 2007 in Auftrag gegebene Gutachten zur möglichen Erweiterung unserer Schulstruktur ist im interfraktionellen Arbeitskreis vom Planer mündlich vorgestellt worden und liegt uns seit wenigen Tagen zu ersten Beratungen vor.
Wie ist es möglich, für unsere Schülerinnen und Schüler auch ein attraktives gymnasiales Angebot in Drensteinfurt an unserem Schulzentrum einzurichten?
Es ist kein Geheimnis mehr, dass die CDU-Fraktion sich eindeutig für die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges einsetzen wird, wie es auch die anderen Fraktionen im Arbeitskreis geäußert haben. Es ist besser, gemeinsam und wohl überlegt zu handeln. Es kommt darauf an, wie wir für die Schülerinnen und Schüler die bestmöglichste Lösung finden können; Lösungsansätze müssen im interfraktionellen Arbeitskreis, in den Fraktionen und im Fachausschuss herauskristallisiert werden. Das wird bis Mitte April erfolgen.
Man muss sich nur vor Augen führen: „Das Gutachten ist im Schulausschuss noch nicht einmal vorgestellt, da verkündigen einige schon die Lösung!" - nein, so einfach macht es sich die CDU-Fraktion nicht. Und wenn jemand in Drensteinfurt von verfehlter Schulpolitik spricht, weil wir vor 6 Jahren nicht anstelle der Realschule schon damals ein Gymnasium gebaut hätten, der verwechselt Realität mit Wunschträumen.
Zunächst bleibt festzuhalten, dass es ein eigenständiges Gymnasium mit Oberstufe für Drensteinfurt allein nicht geben kann. Dafür müsste eine nachhaltige Dreizügigkeit nachgewiesen werden. Selbst bei den optimistischsten Prognosen ist das utopisch. Darum kann man die wortgewaltige Forderung der FDP nur so kommentieren: „Falschaussagen Durch Populisten !"
Aber das Gutachten eröffnet Möglichkeiten:
- 1.) Die Einrichtung eines gemeinsamen Gymnasiums z. B.: je 2 Klassen in Drensteinfurt und Ascheberg pro Jahrgangsstufe bis Klasse 9 oder 10, folgend einer gemeinsamen Oberstufe an einem Standort - vorgeschlagen ist da die jetzige Herberner Hauptschule.
- 2.) Die Beantragung eines Schulversuches in Form einer `Gemeinschaftsschule´ nach dem Modell Dr. Rösner am Schulzentrum in Drensteinfurt: Zu dem jetzigen Angebot mit Haupt- + Realschule käme ein 2-zügiges Gymnasialangebot bis zur Klasse 9 oder 10 hinzu. Danach müssten sich die Gymnasiasten ein Oberstufenangebot an bestehenden Gymnasien in Hiltrup, Ahlen oder Hamm suchen. Diese Lösung strebt Ascheberg an; allerdings ist so eine Schulform bisher noch nicht genehmigt worden.
- 3.) Eine Dependance mit einem bestehendem Gymnasium z. B. in Hiltrup (KvG- oder Kant-Gymnasium): Wie in einer Filiale würden je Jahrgangsstufe bis Klasse 9 oder 10 zwei Gymnasialklassen in Drensteinfurt am Schulzentrum unterrichtet. Diese Gymnasiasten hätten danach selbstverständlich das Recht die Oberstufe an diesem Gymnasium zu besuchen.
- 4.) Die Umwandlung unseres Schulzentrums mit Haupt- und Realschule in eine integrierte Gesamtschule: Angebot aller Bildungszweige im Sekundarbereich I und II.
Neben diesen nur kurz skizzierten Hauptmöglichkeiten ergeben sich weitere Variationen. Jede dieser Lösungen hat Vor- und Nachteile, setzt Gespräche mit den betroffenen Schulen und Schulträgern voraus. Probleme bereiten auch die unterschiedlich gelagerten Ortsteile. Was für Drensteinfurt optimal erscheint, ist für Rinkerode uninteressant oder für Walstedde problematisch. Ziel muss sein, dass möglichst viele Grundschulabgänger aller drei Ortsteile die drei verschiedenen Schultypen in Drensteinfurt besuchen. Die CDU-Fraktion ist noch nicht zu einem Ergebnis gekommen, denn all diese Überlegungen müssen sehr intensiv beraten werden, um zumindest einen Lösungstrend vorschlagen zu können.
Am wichtigsten ist, dass die Bürgerinnen und Bürger mitberaten und mitbestimmen, das ist ausdrücklich im Gutachten so festgelegt! Natürlich wird es eine groß angelegte Elternbefragung geben; obendrein ist sich die CDU-Fraktion sicher, dass zuvor die Bevölkerung von Drensteinfurt in einer Bürgerversammlung allumfassend über das Gutachten informiert wird. Erst mit dem vertieften Hintergrundwissen und ernsthafter Studie des 100-seitigen Gutachtens von Dr. Rösner kann dann „hoffentlich" die richtige Entscheidung getroffen werden.
Gez. Heinrich Töns CDU-Fraktion im Rat der Stadt Drensteinfurt





