Dorfgespräch Rinkerode
Was passiert mit der Rinkeroder Kläranlage?
Gut besucht war das CDU-Dorfgespräch am Dienstag Abend in der Alten Dorfschänke. Das Thema des Abends: „Was passiert mit unserer Kläranlage?" wurde kontrovers diskutiert. Zunächst informierte der Kämmerer Martin Burlage die rund 25 Besucher über die Sicht der Verwaltung. Da Ende dieses Jahres bereits die Einleitungsgenehmigung auslaufe, sei die Verwaltung zu einer schnellen Entscheidung gezwungen. Entweder müsse die Anlage technisch aufgerüstet werden, um weiter von der Bezirksregierung die Genehmigung zu erhalten oder aber die Anlage würde aufgegeben und die Abwasser durch eine Druckrohrleitung ins Drensteinfurter Klärwerk gepumpt. Beide Alternativen seien kostspielig. Die Aufrüstung schlage mit 1,3 Mio. € und jährlichen Betriebskosten von ca. 70.000 € zu Buche, die Druckrohrleitung koste 2 Mio. € bei jährlich um 20.000 € steigenden Betriebskosten. Anschließend informierte Franz-Josef Brautlecht (ehemals Staatliches Umweltamt) ausführlich über die ökologischen Konsequenzen auf Flora, Fauna und Landschaft und plädierte eindeutig für die Beibehaltung der Anlage und damit für die weitere Wassereinleitung in den Flaggenbach. Allerdings stehe dies im Gegensatz zu den Zielen der Bezirksregierung, die Einleitungen generell verringern möchte trotz der dann kommenden ökologischen Veränderungen.
Die Zuhörerschaft, unter denen etliche Kommunalpolitiker aus Drensteinfurt und Rinkerode waren, wogen sachlich die Argumente ab - zu einer einstimmigen Entscheidung kam man jedoch nicht. Um weitere Informationen zu erhalten und den CDU-Antrag zu den ökologischen Folgen im Betriebsausschuss im September abzuwarten, wurde die Entscheidung auf November vertagt.