Aus der Ortsunion Rinkerode
Donnerstag, den 05. Februar 2009 um 10:13 Uhr
Termin: Dienstag, 10. Nov. 2009 Dorfgespräch: Verkehrsentwicklung im Dorfzentrum 20.00 Uhr bei Paula (Alte Dorfschänke)
Pressebericht zum Dorfgespräch
Gut besucht war das CDU-Dorfgespräch am Dienstag Abend in der Alten Dorfschänke. Das Thema des Abends: „Was passiert mit unserer Kläranlage?" wurde kontrovers diskutiert. Zunächst informierte der Kämmerer Martin Burlage die rund 25 Besucher über die Sicht der Verwaltung. Da Ende dieses Jahres bereits die Einleitungsgenehmigung auslaufe, sei die Verwaltung zu einer schnellen Entscheidung gezwungen. Entweder müsse die Anlage technisch aufgerüstet werden, um weiter von der Bezirksregierung die Genehmigung zu erhalten oder aber die Anlage würde aufgegeben und die Abwasser durch eine Druckrohrleitung ins Drensteinfurter Klärwerk gepumpt. Beide Alternativen seien kostspielig. Die Aufrüstung schlage mit 1,3 Mio. € und jährlichen Betriebskosten von ca. 70.000 € zu Buche, die Druckrohrleitung koste 2 Mio. € bei jährlich um 20.000 € steigenden Betriebskosten. Anschließend informierte Franz-Josef Brautlecht (ehemals Staatliches Umweltamt) ausführlich über die ökologischen Konsequenzen auf Flora, Fauna und Landschaft und plädierte eindeutig für die Beibehaltung der Anlage und damit für die weitere Wassereinleitung in den Flaggenbach. Allerdings stehe dies im Gegensatz zu den Zielen der Bezirksregierung, die Einleitungen generell verringern möchte trotz der dann kommenden ökologischen Veränderungen.
Die Zuhörerschaft, unter denen etliche Kommunalpolitiker aus Drensteinfurt und Rinkerode waren, wogen sachlich die Argumente ab - zu einer einstimmigen Entscheidung kam man jedoch nicht. Um weitere Informationen zu erhalten und den CDU-Antrag zu den ökologischen Folgen im Betriebsausschuss im September abzuwarten, wurde die Entscheidung auf November vertagt.
Was passiert mit der Kläranlage ? Ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen
Die CDU-Ortsunion lädt zum nächsten Dorfgespräch am Dienstag, 07. Juli um 20.00 Uhr in die Alte Dorfschänke ein. Das Thema ist die Rinkeroder Kläranlage, die möglicherweise vor dem Aus steht, weil die behördliche Einleitungsgenehmigung in den Flaggenbach Ende dieses Jahres ausläuft. Grund für die Versagung einer weiteren Einleitungsgenehmigung sind immer höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit einer Kläranlage, denen die Rinkeroder Anlage nicht mehr genügt.
Eine Zukunftsalternative wäre die Aufrüstung der Anlage (Baujahr 1977, erweitert 1997) auf den heute geforderten technischen Stand oder aber die Rinkeroder Anlage wird stillgelegt und die Überleitung des Abwassers erfolgt durch eine Druckrohrleitung zur Kläranlage Drensteinfurt.
Als Referenten werden Herr Burlage über die wirtschaftlichen Konsequenzen einer Stilllegung bzw. einer Umrüstung der Kläranlage Rinkerode sowie Herr Brautlecht über die ökologischen Folgen Rede und Antwort stehen. Besonders über die nicht immer auf den ersten Blick erkennbaren ökologischen Auswirkungen bei der Aufgabe der Kläranlage auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie für die betroffenen Nutzer (Landwirte, Angler etc.)und den Landschaftsschutz, wird informiert und Stellung bezogen.
Eine für alle Rinkeroder Bürger wichtige Frage steht zur Klärung an.